Sobald die die warmen, sonnigen Tage beginnen oder die Urlaubszeit nah, wird Sonnenschutz wieder ein Thema. Leider schaden käufliche Sonnenschutzprodukte der Haut oft mehr, als sie nützen.
Gerade Sonnencremes etc. enthalten eine Vielzahl von Zusatzstoffen, die die Haut
besonders in Kombination mit der Sonne sehr belasten. Viel Chemie, Stoffe, die
dafür Sorge tragen, dass die Creme nicht abwischen kann, Parfumstoffe, und natürlich
die Konservierungsstoffe werden zu einer brisanten Mischung.
Vor allem Sonnenallergien treten immer häufiger auf. Und dafür sind nicht unbedingt
die stärkere Sonne, sondern häufig die Sonnenschutzprodukte ursächlich. Auch Sonnenbrand
kann die Folge sein, insbesondere dann, wenn man sich zu sehr auf das Produkt
verlässt und das eigene Gefühl außer Acht lässt. Die meisten Menschen erkennen
sehr genau, wann sie lange genug in der Sonne waren.
Daher ist die oberste Direktive: Es ist immer Besser, sich im Schatten, als in der prallen Sonne aufzuhalten. Auch im Schatten bräunt die Haut. Aber es gibt Situationen, in denen kein Weg an der Sonne vorbei führt, z.B. bei einer Radtour, anderen Freizeitaktivitäten oder bei der Arbeit im Freien. Für diese Gelegenheit ist neben Schutzkleidung wie Hut etc. ein guter Sonnenschutz unerlässlich.
in eine 100 ml fassende Sprühflasche geben. - Das war's!
Anwendung: Wann immer man möchte, Gesicht, Dekotee, Arme, usw. zur Abkühlung einsprühen. Die Haut wird angenehm gekühlt und es bleibt ein herrlicher Geruch nach Orangenblüten- oder Rosen.
Mentholkristalle in Basiswasser vorlösen und mit Wasser vermischen. Äth. Öl mit LV 41 mischen und dazugeben. Alles in Sprühflasche füllen, oder direkt darin mischen.
Anwendung: Füße nach Belieben mit diesem Spray einsprühen.
Tipp: Auf den Lösungsvermittler LV 41 kann verzichtet werden. Allerdings muss dann das Spray vor jeder Anwendung gut geschüttelt werden.
Wichtige Faktoren für die Wahl eines Sonnenschutzproduktes sind:
Für welche Gelegenheit soll der Schutz sein?
Wer soll geschützt werden (Kinder oder Erwachsene?)
Muss er wasserfest sein?
Creme, Milch oder Öl?
Wie hoch muss der LSF sein?
Chemischer oder Mineralischer Schutz?
Reicht ein natürlicher Schutz mit Ölen?
Rohstoffe
Ich habe 4 unterschiedliche Sonnenschutzprodukte ausgesucht, die sich sehr gut
ergänzen und möglichst verträglich sind. Es handelt sich um 2 mineralische
und 2 chemische Sonnenfilter.
Diese Rohstoffe können beliebig miteinander kombiniert werden, so dass man seinen individuellen Sonnenschutz unter Ausnutzung aller Vorteile der einzelnen Wirkstoffe optimieren kann.
Eine genaue Beschreibung findet sich im Shop bei dem jeweiligen Produkt, deshalb
hier in aller Kürze:
SoFi Tix HT
Mineralischer Filter aus Titandioxid, das so fein vermahlen ist, dass es keinen
weißen Film auf der Haut hinterlässt. Er blockt weitgehend alle UV-A-
und UV-B-Strahlen ab, wobei sich bei entsprechender Dosierung ein sehr hoher Sonnenschutzfaktor
(Sunblocker) erreichen lässt. Das Pulver kann in Cremes und Öle eingearbeitet
werden, setzt sich bei Ölen aber unten ab, kann jedoch durch einfaches Aufschütteln
wieder verteilt werden.
(Hier ein interssanter Link: www.quarks.de/dyn/3995.phtml)
SoFi Tix Breitband HT
Mineralischer Filter aus Titandioxid kombiniert mit Zinkoxid. Durch das Zinkoxid
wird ein noch höheres Spektrum der UV-Strahlen abgeblockt. Besonders geeignet
für Sunblocker.
SoFi W 50 %
Einziger wasserlöslicher Filter der Hobbythek. Filtert UVB Strahlen. Besonders
geeignet für fettfreie Gele und Haarsprays. Erreicht werden kann ein mittlerer
Sonnenschutz.
Parsun
Flüssiger UVA Filter, der sich sehr gut verarbeiten lässt und recht stabil ist. Die schädlichen UVA Strahlen werden abgeblockt.
Natürliche Öle
Es gibt einige Pflanzenöle, die von sich aus einen geringen Sonnenschutz
von ca. LSF 4 aufweisen. Darunter sind vor allem: Jojoba-,
Sesam-, Sonnenblumenkern-
und Erdnussöl. Daher eignen sich diese Öle besonders zum Herstellen
von Sonnenkosmetik. Jojobaöl ist
zudem sehr stabil, was bei Produkten von großem Vorteil ist, die in der
Sonne schon einmal wärmer werden können.
Zum Umgang mit selbstgemachen Sonnenschutzprodukten
Nachcremen?
Selbstgemachte Sonnencremes und -lotions verhalten sich etwas anders, als
Käufliche, da sie keine Inhaltsstoffe beinhalten, die sie künstlich
auf der Haut "festpappen". Der Grundsatz "Nachcremen nützt
nichts", gilt hier also nicht. Um optimalen Schutz zu erreichen muss
dann öfters nachgecremt werden, wenn die Creme durch Wasser oder Schwitzen
abgewischt wird.
Vorsicht! Durch das Nachcremen wird der Lichtschutzfaktor insgesamt
aber nicht erhöht
Mit den wertvollen Zutaten wird die Haut zudem gepflegt und ein Austrocknen
wird verhindert.
LSF?
Die angegebenen Lichtschutzfaktoren sind lediglich Richtwerte. Jeder
muss für sich testen, wie lange er mit dem Produkt in der Sonne bleiben
kann.
Ein Lichtschutzfaktor von 4 bedeutet z.B., dass man 4-mal länger in der
Sonne bleiben kann, als ohne Schutz.
Die Sonnenschutz-Rohstoffe können frei kombiniert und für den individuellen
LSF in den Mengen verändert werden. Dabei aber bitte beachten, dass nicht
alle Rohstoffe das gleiche UVA/UVB Spektrum abdecken.
Konservierung?
Zwar wäre es natürlich am Besten, die Creme alle 3 Tage neu und
frisch zu rühren. Aber wer hat dazu die Zeit? Daher ist es am Besten,
die Creme leicht mit Paraben
K zu konservieren. Das vorallem dann, wenn man sie mitnimmt und sie höheren
Temperaturen ausgesetzt ist.
Grapefruitkernextrakt
ist bei der Verwendung von mineralischen Filtern wegen des PH-Wertes und allgemein
wegen der möglichen Erwärmung, nicht unbedingt zu empfehlen.
Lagerung
Sonnenschutzprodukte, die man mit in die Sonne nimmt, sollten anschließend
im Kühlschrank gelagert werden. Dies verlängert die Haltbarkeit
maßgeblich.
Diese Lotion mit rein mineralischem Filter lässt sich sehr gut verteilen
und zieht schnell ein. Sie weißt (vor allem mit SoFi
Tix) die Haut kaum und verschmiert auch nicht die Wäsche.
Das Ergebnis ist verblüffend: Eine schöne Bräune trotz recht hohem
LSF, und die Haut ist nach einem ganzen Tag in der Sonne (auf Fahrradtouren ausgiebig
getestet) am Abend kaum gereizt.
Diese Lotion ist auch für Kinder geeignet. Außerdem ist es bei starker Körperbehaarung sehr praktisch, weil sie sich sehr gut verteilen lässt.
Die Zutaten der Fettphase im Becherglas auflösen, auf 65-68 °C erhizten und
dann SoFi Tix oder SoFi
Tix Breitband in die Fettphase einrühren, sehr gut verrühren und
wieder erwärmen.
Tipp: Darauf achten, dass sich auch das Fluid
Lecitin Super gut verteilt hat.
Tipp: Am Besten mit einem Rührgerät
oder Milchaufschäumer rühren. Dabei muss man wegen der Spritzgefahr
sehr vorsichtig vorgehen!
Wasser in die Fettphase geben und gut verrühren, bald auch die übrigen
Wirkstoffe der handwarmen Masse hinzufügen. .
Manchmal ist es wichtig, dass der Sonnenschutz wasserfest ist. Das folgende Rezept
erfüllt diese Vorraussetzungen zwar, jedoch nicht in dem Maße, wie erhältliche
Produkte. Letztere müssen nach dem Sonnenbad häufig mit viel Seife entfernt werden,
da diese sich häufig so fest um die Haut legen, dass Wasser alleine gar keine
Chance hat. Daher sollte auch die wasserfeste Sonnencreme nach dem Schwimmen etwas
nachgecremt werden
Die Zutaten der Fettphase im Becherglas auflösen, auf 65-68 °C erhizten und
dann Parsun/SoFi
Tix und SoFi Tix Breitband
in die Fettphase einrühren, sehr gut verrühren und wieder erwärmen.
Tipp: Am Besten mit einem Rührgerät
oder Milchaufschäumer vorsichtig verrühren.
Wasser in die Fettphase geben und gut verrühren. Bei Handwärme evtl.
SoFi W 50 % und die übrigen
Wirkstoffe hinzufügen.
Ölgel
Dieses Ölgel eignet sich besonders, wenn man auf eine Konservierung ganz
verzichten möchte. Es hält ca. 1/2 Jahr bei Raumtemperatur. Es ist vor
allem für Allergiker gut geeignet, da das Gel nur die allernötigsten
Inhaltsstoffe beinhaltet.
Öl mit Ceralan leicht
erwärmen, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Sonnenschutz sehr
gut einrühren. Für SoFi
Tix und SoFi Tix Breitband
nimmt man am Besten den Mixer, damit sich die Pulver gut verteilen.
Tipp: Besonders pflegend wird das Öl,
wenn man 10 ml der Basisöle durch 10 ml Nachtkerzenöl
oder Borretschöl ersetzt.
Zur Pflege von sonnenstrapazierter Haut und leichten Sonnenbränden ist Aloe Vera
Saft besonders gut geeignet. Einfach in eine Sprühflasche geben und die Haut nach
dem Sonnenbad einsprühen. Der Saft kühlt und pflegt die Haut.
Anwendung: Nach dem Duschen oder Baden direkt auf die feuchte Haut geben und einmassieren. Durch das Wasser, das noch auf der Haut ist, bildet sich eine Emulsion, was man daran erkennt, dass sich ein milchiger Film bildet.
Selbstbräunungscreme - Gleichmäßiges Bräunen ohne Sonne
Wer kennt das nicht? Die ersten Sonnenstrahlen lassen sich blicken, die leichte Sommerkleidung verdrängt die dicken Wollpullis, die Haut ist sehr hell und empfindlich. Sie reagiert nicht mit einer gesunden Bräune auf die Sonne, sondern sieht schon nach kurzer Zeit unregelmäßig gerötet oder gar verbrannt aus.
Dann ist ein selbstgemachter Selbstbräuner genau das Richtige. Mit ihm lässt sich eine leichte Vorbräunung erreichen, die der Haut ein frühlingshaftes Aussehen verleiht. Natürlich ist die Selbstbräunungscreme auch geeignet, wenn die Haut im Laufe des Winters immer blasser und blasser wird.
Aber bitte beachten: Diese Bräunung hat keinen Einfluss auf die Neigung
der Haut zu Sonnenbrand. Eine Sonnencreme ist
also genau so erforderlich, wie ohne vorherige Behandlung mit dem Selbstbräuner.
Auch im Frühling kann eine selbstgemachte Sonnencreme
mit leichtem Lichtschutzfaktor verwendet werden, was mit den angegebenen Ölen
möglich ist.
Für die selbst hergestellte Selbstbräunungscreme gelten die gleichen
Grundsätze, wie für gekaufte: Für ein gutes Bräunungsergebnis
ist ein gleichmäßiges Auftragen, auch am Haaransatz usw. und das Aussparen
der Hornhaut (Ellenbogen, etc.) erforderlich. Die frisch gerührte Creme bräunt
recht intensiv, was nach einiger Zeit etwas nachlässt.
Fettphase und Wasser auf 65-68 °C erhitzen. Allantoin
in Wasser lösen und unter ständigem Rühren in Fettphase einrühren.
DHA in ein wenig kaltem Wasser lösen und bei Handwärme mit den weiteren
Zusatzstoffe hinzufügen.
Dieses Rezept reicht für mindestens 2 Lippenpflegestifte. Das Jojobaöl
hat ohnehin schon einen Lichtschutzfaktor von ca. 4. Daher braucht man diesen
Sunblocker wirklich nur im Urlaub oder in Alpinen Höhen beim Wandern oder
Skifahren. Dann aber leistet er unverzichtbare Dienste.
Alle Zutaten schmelzen, Vitamin E und SoFi Tix hinzufügen und sehr gut verrühren, bis die Masse zähflüssig wird. Dann in die Lippenpflegestifthülsen füllen.
Tipp: Bei Verwendung von SoFi Tix sollte man die Masse so kalt wie möglich werden lassen und immer wieder rühren. Erst im letzten Moment umfüllen. So stellt man sicher, dass sich das SoFi Tix nicht vorher unten absetzt.
Rizinusöl, Bienenwachs und Carnaubawachs schmelzen und Parsun sowie die übrigen Zutaten unterrühren. Dieses Rezept ergibt ca. 7 Lipglosse à 5 g. Die Masse kann im Kühlschrank verwahrt werden und je nach Bedarf erneut eingeschmolzen und mit je 1 Msp. Pigmente pro Stift vermischt werden.
Rizinusöl leicht erwärmen und Parsun sowie Vitamin E unterrühren. Dieses Rezept ergibt ca. 7 Lipglosse à 5 g. Die Masse kann im Kühlschrank verwahrt werden und je nach Bedarf umgefüllt und mit je 1 Msp. Pigmente pro Stift vermischt werden.
Abgefüllt wird dieser flüssige Lippgloss in spezielle Lipgloss Roll-ons.
Tipp: Selbstverständlich kann man den Sonnenschutz auch weglassen. Die Rezepte finden sich HIER
Dieses Haarspray ist nur unter extremen Bedingungen erforderlich, in denen gleichzeitig
ein Sonnenschutz für die Haare und ein fester Halt erwünscht sind.
SoFi Tix in einem Teil der Alkohol-Wasser-Mischung gut verrühren und mit der Festigerlösung in die SprayflascheSprayflasche geben und gut schütteln. Fertig ist das Haarspray!
Tipp: Das Pulver setzt sich nach einer Weile wieder am Boden ab, kann aber durch Aufschütteln leicht wieder verteilt werden. Die Lösung ist etwas milchig, was durch das Titanoxid im SoFi Tix verursacht wird. Aber selbst auf dunklem Haar ist dies nicht zu sehen.
Tipp: Man kann die Festigerlösung einfach weglassen und hat dann ein reines Schutzspray ohne festigende Wirkung, was für den Strand oder das Schwimmbad von Vorteil ist.