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Kosmetik Selbermachen



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Sonnenblume Alle Rezepte wurden getestet und für gut befunden. Natürlich kann das keine Garantie für das Gelingen und die Verträglichkeit der einzelnen Kosmetika bieten. Es liegt in der Verantwortung derer, die ihre Kosmetik selber machen, darauf zu achten, dass sie die Inhaltsstoffe auch vertragen.

Die Rohstoffe für die Rezepte und das nötige Rührzubehör können im Meine Kosmetik Shop erworben worden. Daneben dient der Shop gleichzeitig als Rohstofflexikon, in dem das Wichtigste über die Zutaten nachgelesen werden kann.

Blumenlinie

Warum Selbstgemachte Kosmetik?

Allgemeines Vorteile der selbstgemachten Kosmetik Konventionelle Kosmetikindustrie

Allgemeines

Bisher habe ich über Vor- und Nachteile der selbstgemachten Kosmetik nicht viel geschrieben, weil ich der Meinung war, dass diejenigen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, irgendwann selber darüber stolpern würden.

In vielen langen Telefonaten und Mails habe ich aber in den letzen Jahren immer wieder Interessierten die Vorteile der selbstgemachten Kosmetik dargelegt und Ihnen Einzelheiten erläutert. Mich hat jedes dieser Gespräche sehr inspiriert und ich hoffe, dass es auch noch viele weitere davon gibt. Deswegen fasse ich nun die "gesammelten Werke" hier zusammen und hoffe, dass so einige Entscheidungen erleichtert werden können.

Wer ein neues Auto kauft, recherchiert, informiert sich, fragt Bekannte und Freunde und surft im Internet. So verfährt man vielleicht auch noch bei einem neuen Fernseher, MP3 Player, oder auch kleineren Anschaffungen.

Aber beim Kauf einer Gesichts- oder Handcreme, eines Shampoos, usw. gehen die meisten von uns in ein entsprechendes Geschäft und kaufen, was am besten aussieht, was am besten beworben wurde, also den größten Nutzen verspricht, oder was wir schon immer gekauft haben.

"Die Creme, die wir seit unserer Kindheit kennen, kann doch nicht schlecht sein, oder?" "Das Babyöl, welches schon unsere Eltern verwendeten muss doch gut sein, oder?" "Uns hat es doch auch nicht geschadet, oder?" "Unsere heutigen Hautprobleme kommen von den täglichen Umwelteinflüssen. Ganz sicher nicht durch die Pflegeprodukte in unserer Kindheit oder durch unsere tägliche Pflege als Erwachsene, oder?"

Wirklich nicht? Sind diese Aussagen wirklich zutreffend? Oder machen wir uns da nur was vor?

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Vorteile der selbstgemachten Kosmetik

Der einzige Nachteil an der selbstgemachten Kosmetik ist, dass sie eben selbst gemacht werden muss. Dies ist ganz sicherlich zeitaufwändiger, als mal eben einen Tiegel im Geschäft einzupacken. Aber ist das wirklich ein Nachteil? Ist das Selbstgemachte nicht viel wertvoller, als das Gekaufte? Und der Zeitaufwand relativiert sich dann auch wieder, wenn man die Zeit mit einrechnet, die es braucht, um das Geschäft zu erreichen.

Wir wissen, was drin ist

"Puhh, das ist so teuer"

Selbstgemachte Kosmetik ist nicht teuer! Gut, die Erstausstattung kostet etwas. Neben dem Rührzubehör muss ein Grundstock an Rohstoffen angeschafft werden. Aber mit diesem können unzählige Rezepte hergestellt und getestet werden und es können günstige Einsteigersets erworben werden.

Wenn man dann die fertigen Produkte mit qualitativ gleichwertigen Produkten vergleicht - meist nur bei Naturkosmetik und Bio-Qualität möglich - stellt man Überraschendes fest: Die selbstgemachte Kosmetik ist wesentlich günstiger. Selbst der Vergleich mit Discounterware kann sich sehen lassen. Wer hätte das gedacht?

Professionelles Rührzubehör?

Spezielles Rührzubehör muss bis auf das Thermometer nicht sein. Es geht auch im Topf mit einem normalen Löffel. Aber leichter ist es natürlich zum Beispiel mit den Bechergläsern, weil diese direkt auf der Herdplatte erhitzt werden können und durchsichtig sind, so dass alles sofort zu sehen ist. Der Glasrührstab kommt in alle Ecken und ist leicht zu reinigen, die Spatel und Messlöffel sind Hilfsmittel, die die Arbeit erheblich erleichtern. Aber alles ist kein Muss! Selbst auf das Thermometer kann verzichtet werden, wenn keine Creme gerührt wird. Alle anderen Rezepte benötigen keine 2 Phasen, die die gleiche Temperatur haben müssen.

Bio Kosmetik

Sobald Sie wissen, was Sie möchten, gehen Sie vielleicht in den Bioladen. Eine gute Adresse! Bio-Kosmetik ist die beste Alternative zur Selbstgemachten. - Wenn da die Geldbörse mitspielen würde!

In zertifizierter Bio-Kosmetik sind hochwertigste Inhaltsstoffe, die in Verfahren gewonnen werden, die seinesgleichen suchen. Es gibt vor allem viele Pflanzenextrakte, die nur diese Firmen biologisch herstellen können. Da kann teilweise selbst die "normale" Naturkosmetik nicht mithalten.

Ein Blick in diese Warenregale lohnt sich vielleicht.

Aber auch Bio-Produkte müssen laut Kosmetik-Verordnung konserviert werden. Dabei kommt es nicht nur auf die Haltbarkeit nach dem Öffnen an. Die Produkte müssen ja auch eine ganze Weile im Regal stehen können, bevor sie gekauft werden. Selbstgemachte Kosmetik muss gar nicht oder kann je nach Beleiben auf 1, 3 oder 6 Monate konserviert werden.

Die Konservierung in der Naturkosmetik wird häufig mit Alkohol (wollen wir bis zu 30% Alkohol in einer Gesichtscreme?), ätherischen Ölen (wer den Geruch mag…) oder teilweise auch mit sehr aufwendigen Verpackungen erreicht. Letztere dienen dazu, dass bei der Entnahme keine Keime das Produkt verunreinigen können.

Es gibt auch einige BDIH zugelassene Konservierer, wie Benzoe-, Salicyl-, und Sorbinsäure, sowie Benzylalkohol, die auch in selbst gemachter Kosmetik verwenden werden können.

Zudem gibt es einige Inhaltsstoffe die es gar nicht in zertifizierter Bio-Qualiät gibt, z.B. Xanthan. Daher sind meistens kleine Kreuzchen hinter den Inhaltsstoffen, die Bio-Qualiät haben. Bei den meisten Herstellern sind überwiegend Kreuzchen zu finden. Allerdings gibt es da auch wie überall Ausnahmen. Daher sollte auch und gerade bei "Bio" besonders gut auf die Inhaltsstoffe geachtet werden.

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Konventionelle Kosmetikindustrie

Industrie bedeutet zumeist Gewinnmaximierung: Preise niedrig halten und billige Zutaten verwenden, damit das Produkt günstig bleibt. Häufig wird zudem ein großer Etat für Werbung ausgegeben, die die Endverbraucher dazu ermutigen soll, genau DAS Produkt zu kaufen und kein anderes.

Es werden von einigen Anbietern Unsummen für neue, schöne Verpackungen ausgegeben, damit das Produkt dem Endkunden gefällt. Sogar bedenkliche Rohstoffe werden teilweise nur aus optischen Gründen verwendet - nur dafür, dass das Endprodukt gut aussieht. Oft ist der Preis für die Verpackung höher, als das Produkt, welches in dieser steckt.

Die Wenigsten mögen ein schlammbraunes Shampoo kaufen, wenn es im Handel andere gibt, die blau, grün oder gelb sind und noch so ansprechend verpackt sind, dass man einfach nicht widerstehen kann. Das ist auch vollkommen legitim, da der größte Teil unserer Wirtschaft auf solchen Mechanismen basiert. Anders kann sich ein einzelner Hersteller nicht von den anderen absetzen. Aber muss das sein?

Sind wir wirklich so sehr auf die optischen Reize bei unseren Pflegeprodukten angewiesen? Sind wir auf Versprechungen, schöne Verpackungen und Markennamen angewiesen?

Wer ein hochwertiges konventionelles Produkt nutzt, geht davon aus, dass dieses auch die angepriesene Wirkung hat. Wir haben viel Geld für dieses Produkt ausgegeben und es sieht auch sehr dekorativ im Badezimmer aus. Dann muss es doch auch seinen Zweck erfüllen, oder?

Versprechungen…

In der Werbung wird viel versprochen. Aber was wird wirklich davon gehalten? Was haben wir von einer "Anti-Falten-Creme" zu halten, die verspricht, dass nach 4-wöchiger Anwendung die Faltentiefe um 10% verringert ist? Heißt das, dass nach 8-wöchiger Anwendung ganze 20% erreicht sind? Oder heißt diese Versprechung, dass wir das Produkt unser Leben lang verwenden müssen, um die ursprünglichen 10% zu halten? Oder kann es sein, dass diese 10% bei der eigenen Haut nie erreicht werden?

Und: sind 10% überhaupt sichtbar?

Rohstoffe in "mikroskopischen" Mengen

Feuchtigkeit, Vitamin Komplexe, tolle neue Rohstoffe. Für jedes Hautbild, für jedes Hautproblem und für jedes Alter gibt es die passenden Rohstoffe. Fast jeden Tag ein neuer, wie in der Werbung zu hören und sehen ist.

Grundsätzlich ist gegen einen guten Wirkstoff, der auf den Hauttyp abgestimmt ist, nichts einzuwenden. Aber schauen Sie einmal auf die INCI und suchen dort die angepriesenen Rohstoffe. Die INCI muss so geordnet sein, dass die Rohstoffe in absteigender Menge aufgelistet sind. Der am meisten verwendete Rohstoff steht also am Anfang der Liste, derjenige mit dem geringsten Anteil am Ende.

Und siehe da: der aufwendig beworbene Rohstoff wird oft weit hinten auftauchen, kurz vor den Konservierungsstoffen. Es sind häufig in vielen Produkten tatsächlich nur minimale Mengen enthalten.

Bei einer selbstgemachten Creme, kann der %-Satz von zum Beispiel D-Panthenol, durchaus bei 2,5-5% des Gesamtproduktes betragen. In einigen konventionellen Produkten ist es gerade mal so viel, dass es noch auf die INCI geschrieben und damit geworben werden darf.

Tierversuche

Tierversuche wurden und werden mit den meisten Inhaltsstofen gemacht, die für die Kosmetik verwendet werden. Je älter ein Rohstoff ist, also desto länger er auf dem Markt ist, desto größer ist aber die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht mehr getestet wird, weil inzwischen wohl auf bestehende Ergebnisse zurück gegriffen werden kann. Warum dann nicht lieber auf altbewährte Zutaten zurückgreifen, deren Entwicklung längst abgeschlossen ist? Muss es wirklich immer der aller neuste Antifaltenwirkstoff sein?

Auch "dermatologisch getestet" sagt nichts über Tierversuchsfreiheit aus. Dies ist lediglich ein Hinweis darauf, dass das Produkt unter Einbeziehung von Hautärzten nach bestimmten Richtlinien getestet wurde.

Alles, was wir tun können, ist weitere Tierversuche zu vermeiden. Wenn Sie Kosmetik selber machen, können Sie sich ganz sicher sein, dass immerhin das fertige Endprodukt nicht mehr getestet wird. Das darf zwar nach EU Richtlinie seit einigen Jahren auch keine Firma mehr, aber weiß man immer so genau, wo die Creme aus dem Tiegel wirklich hergestellt wurde?



Wer ebenfalls ein tolles Rezept weiß, kann mir dies gerne schicken, damit ich es hier evtl. veröffentlichen kann.

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