In dieser Rubrik werden alle Rezepte des Monats gesammelt, die aber auch in den jeweiligen Rubriken zu finden sind.
Rezept-des-Monats-Archiv
Selbstbräunungscreme - Leicht gebräunt in den Frühling!
Wer kennt das nicht? Die ersten Sonnenstrahlen lassen sich blicken, die leichte Sommerkleidung verdrängt die dicken Wollpullis, die Haut ist sehr hell und empfindlich. Sie reagiert nicht mit einer gesunden Bräune auf die Sonne, sondern sieht schon nach kurzer Zeit unregelmäßig gerötet oder gar verbrannt aus.
Dann ist ein selbstgemachter Selbstbräuner genau das Richtige. Mit ihm lässt sich eine leichte Vorbräunung erreichen, die der Haut ein frühlingshaftes Aussehen verleiht.
Aber bitte beachten: Diese Bräunung hat keinen Einfluss auf die Neigung der Haut zu Sonnenbrand. Eine Sonnencreme ist also genau so erforderlich, wie ohne vorherige Behandlung mit dem Selbstbräuner. Auch im Frühling sollte eine selbstgemachte Sonnencreme mit leichtem Lichtschutzfaktor verwendet werden.
Für die selbst hergestellte Selbstbräunungscreme gelten die gleichen Grundsätze, wie für gekaufte: Für ein gutes Bräunungsergebnis ist ein gleichmäßiges Auftragen, auch am Haaransatz usw. und das Aussparen der Hornhaut (Ellenbogen, etc.) erforderlich. Die frisch gerührte Creme bräunt recht intensiv, was nach mehreren Wochen etwas nachlässt.
Fettphase und Wasser auf 65-68 °C erhitzen. Allantoin in Wasser lösen und unter ständigem Rühren in Fettphase einrühren. DHA in kaltem Wasser lösen und bei Handwärme mit den weiteren Zusatzstoffe hinzufügen.
Diese Creme ist eine Abwandlung der "Calendula Baby-Creme" und ist für jeden Hauttyp geeignet. Mit ein paar Handgriffen kann aus einem Grundrezept eine Creme für die ganze Familie hergestellt werden. Einfacher und schneller geht es gar nicht.
Fettphase und Wasser auf 65-68 °C erhitzen und Wasser unter ständigem
Rühren in Fettphase einrühren. Bei Handwärme die weiteren Zusatzstoffe
hinzufügen.
Die Wirkung des Kollagens ist ganz erstaunlich und kurze Zeit nach dem Auftragen zum Teil deutlich sichtbar. Dabei kommt es natürlich auf das individuelle Hautbild an. Zu Bedenken ist jedoch, dass das Kollagennicht in die Haut eindringt. Es dient also nicht der tatsächlichen Verjüngung, sondern hilft der Haut, das Wasser besser zu binden, wodurch sie straffer und fester aussieht. Daher ist es auch sehr wichtig, dass die Nachtcreme kein Kollagen enthält, damit die Haut nicht aufquillt und dadurch erst recht an Elastizität verliert. Hier gilt das gute alte Sprichwort "weniger ist mehr".
Dieses Aftershave ist ein besonderes Highlight für die Männer. Es ist (im Vergleich zu den teueren gekauften Produkten) sehr günstig und kann bei Bedarf problemlos mit dem Lieblingsduft versehen werden. DIE Alternative zum Gang in eine Parfumerie - und dazu noch ganz leicht selbstgemacht.
Der Hauptvorteil ist natürlich, dass in diesem Rasierwasser nur gute Zutaten enthalten sind, die die Haut nach der Rasur beruhigen und regenerieren, statt sie mit einer Fülle unterschiedlicher Chemikalien zu belasten. Es eignet sich sowohl nach der Nass- als auch der Trockenrasur.
Tipp: Wer auf seinen Lieblingsduft nicht verzichten möchte, kann 1/2 - 1 Messl. seines After Shaves oder Eau de Toilettes etc. hinzufügen. Diese Menge reicht vollkommen aus, damit der Aftershave Balsam wunderbar riecht. Es geht natürlich auch jedes beliebige ätherische Öl.
Wichtig: Der Aftershave Balsam muss vor Gebrauch geschüttelt werden, da die einzelnen Zutaten sich mit der Zeit absetzen. Dafür kommt man aber auch vollkommen ohne PEGs etc. aus. Es ist eben ein Mehr-Phasen-Balsam - so würde es in der Werbung verkauft werden.
Dieses Aftershave macht die Haut nach der Rasur durch das Haarguar schön weich und lässt sich auch mit beliebigen Düften kombinieren. Es ist schön cremig und lässt sich leicht anwenden.
Diese Masken lassen sich schnell und unkompliziert taufrisch für jede Anwendung herstellen.
Beim Auftragen sind sie noch warm und geschmeidig. Sobald sie trocknen bildet sich durch das Agar Agar ein durchgehender, kühlender Film auf der Haut, der nach dem Abwaschen ein herrliches Gefühl hinterlässt.
Alle Zutaten vermischen und auf der Herdplatte oder im Wasserbad leicht erwärmen, bis sich das Agar Agar vollständig aufgelöst hat. Vom Feuer nehmen rühren, bis die Mischung beginnt einzudicken.
Sobald die Mischung so dick ist, dass sie nicht mehr tropft, mit einem Pinsel oder den Fingern noch warm auf das gut gereinigte Gesicht und den Hals auftragen. Sobald die Maske völlig erstarrt ist, wird sie mit warmem Wasser entfernt.
Eigelb und Agar Agar in eine Rührschüssel geben, kräftig rühren, bis die Masse dicklich wird und auftragen. Das kann eine Weile dauern, weil das Agar Agar erst quellen muss.
Sonstige Masken
Eigentlich kann man jedes flüssige Produkt (z.B. frisch gepresster Gurkensaft, etc.) auf die oben beschriebene Weise mit Agar Agar eindicken und als Maske nutzen. Dem Erfindungsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Am Besten eignen sich allerdings Rohstoffe, die etwas erwärmt werden dürfen.
Bodycreme
Hier ein Rezept für eine Bodycreme, die in Konsistenz, Farbe und Auftragegefühl sehr angenehm ist und einer Gekauften (einer bekannten Ladenkette, deren Kosmetika ohne Tierversuche hergestellt werden) in nichts nachsteht. Sie zieht sehr gut ein und hinterlässt ein seidiges Gefühl auf der Haut. Die reichhaltigen Inhaltsstoffe können von einem gekauften Produkt nicht übertroffen werden.
Fettphase bei 65-68 °C anrühren (Cetylalkohol zuerst auflösen).
Während dessen, zunächst Allantoin und Guarkernmehl in ein Becherglas geben und mit dem 65-68 °C heißen Wasser unter Rühren auffüllen. Nicht andersrum, weil sonst das Guarkernmehl klumpen könnte. Dann Wasserphase unter Rühren in die Fettphase geben und rühren, bis die Creme handwarm ist.
Bei Handwärme die übrigen Zutaten in die Creme einrühren. Das Hyaluron in ca. 1 ml Alkohol lösen und mit 5 ml erkalteten, abgekochtem Wasser vermischen.
Noch eine Anmerkung: Das Macadaminusöl riecht auch nach der Verarbeitung noch sehr nussig, was sich auch durch äth. Öle nur schwer überdecken lässt. Wer das nicht mag, sollte lieber ein geruchsneutraleres Öl nehmen.
Tipp: Durch das Hyaluron wird die Creme sehr fluffig und leicht zu verteilen. Es kann aber auch bedenkenlos weggelassen werden.
Rasierseife
Diese Rasierseife ist eine Eigenkreation und wurde von mir speziell für die hautfreundliche Rasur entwickelt. Sie ist sowohl für Damen als auch Herren geeignet.
Aufgetragen wird sie mit einem Rasierpinsel, was für die Damen unter Umständen zunächst etwas eigenartig anmuten mag, aber frau gewöhnt sich schnell daran. Im Gegenteil: Durch das Einpinseln wird die Haut auf die Rasur optimal vorbereitet. Keine unerwünschten Zutaten, keine Chemie, kein Alkohol. Die Haut wird es danken.
Im Shop gibt es auch günstige Rasierpinsel,
die für den Anfang vollkommen ausreichen.
1 Messl Haarguar
50 ml abgekochtes Wasser
50 g Gießseife
25 Tr. Silkprotein
25 Tr. Keratin
10 Tr. Carotinöl
insges. 15 Tr. ätherische Öle, z.B. Lavendel, Atlas Ceder, Lorbeer
Haarguar im abgekochten noch heißen Wasser auflösen. Gießseife ebenfalls erhitzen und so verflüssigen. Dann Wasserphase zügig in die flüssige Gießseife einrühren, bis alles eine homogene Masse gibt. Sobald sie etwas abgekühlt, aber noch flüssig ist, die übrigen Zutaten einrühren.
Seife noch flüssig in ein Glas- Ton oder Plastikschälchen füllen, das so breit ist, dass man gut mit dem Rasierpinsel an die Seife kommt, aber nicht so flach ist, dass nach kurzer Zeit die ganze Seife nur noch am Rand ist.
Alles abkühlen lassen, so dass sich wieder eine feste Masse bildet.
Tipp: Als ätherische Öle sollten in erster Linie antiseptische und hautberuhigende ausgewählt werden.
Tipp: Wenn man einen verschließbaren Behälter verwendet muss man darauf achten, dass die Seife vor dem Verschließen unbedingt ganz ausgetrocknet ist. So ist eine Konservierung nicht erforderlich.
Tipp: Das Carotinöl ist in erster Linie für die orange Farbe, hat aber auch eine hautpflegende Wirkung. Es kann durch jedes andere pflegende Öl ersetzt werden.
Anwendung:
Rasierpinsel befeuchten. Je heißer das Wasser, desto weicher werden die Borsten.
Mehrmals in dem Seifenschälchen herumrühren, bis sich ein feiner Schaum im Schälchen bildet.
Evtl. den Schaum in der Handfläche noch etwas weiter aufschlagen.
Schaum mit Pinsel auf die entsprechenden Hautpartien auftragen und
Diese Creme ist besonders für trockene Hände geeignet und legt einen leichten Film über die Haut. Die Wirkung kann mit den entsprechenden Zusatzstoffen verfeinert werden.
Fettphase bei 65-70 C° anrühren (Cetylalkohol zuerst auflösen) und ebenso heißes, abgekochtes Wasser unter ständigem Rühren einrühren. Bei Handwärme die restlichen Zutaten hinzugeben. Die Creme wird erst beim Kaltrühren cremig!
Tipp: Man kann auch zunächst 1 Msp Elastinpulver in der Wasserphase verrühren. Das ist ein Wirkstoff, der oft für Shampoos etc. eingesetzt wird und auch zur Geschmeidigkeit der Hände beitragen kann.
Günstige Übungscreme
Wer erst mal das Cremerühren üben möchte, kann mit dem folgenden Rezept eine sehr günstige Creme herstellen, die trotzdem zu gebrauchen ist. Wenn sie gelungen ist, können hinterher immer noch weitere Zusatzstoffe hinzugefügt werden.
Fettphase bei 65-70 C° anrühren, also Tegomuls in Öl auflösen. Dann ebenso heißes, abgekochtes Wasser unter ständigem Rühren einrühren. Die Creme wird erst beim Kaltrühren cremig!
Bei Handwärme erkennt man, ob die Creme gelungen ist. Dann können weitere Zutaten hinzu gegeben werden.
Tipp: Die Mischung kann zum Abkühlen in ein Wasserbad gestellt werden. Dabei muss aber immer weiter gerührt werden!
Masken sind eines der Highlights der selbst gemachten (Natur-) Kosmetik. Dies vorallem deshalb, weil man sie aus fast allen Zutaten, die sich in der Küche befinden, herstellen kann. Wenn man keine Zeit hat, etwas anzurühren, reicht schon einfach ein Löffel Joghurt für einen besseren Teint.
Reste eignen sich hervorragend als Handmasken:
Einfach die Hände damit "eincremen" und ebenfalls einwirken lassen. Gerade die Hände vernachlässigen wir ja gerne und was das Gesicht pflegt, ist auch für die Hände gut.
Haltbarkeit:
Die Masken halten sich bis zu 3 Tagen im Kühlschrank, wie normale Lebensmittel auch. Zur Entnahme der benötigten Menge sollte man einen Löffel und nicht die Finger benutzen, was die Haltbarkeit erhöht. So kann man über 3 Tage hinweg eine regelrechte Maskenkur machen und braucht nur einmal zu Rühren.
Haut wird von dieser Maske ganz weich und fängt nach einiger Einwirkzeit an zu prickeln, woran man
sehr schön merkt, wie die Maske wirkt und die Durchblutung fördert.
1 Essl. pürierte Avocado (auch bräunliche Stellen sind geeignet.)
1 Teel. Joghurt
1/2 Teel. Honig
zu einer homogenen Masse verarbeiten und auf das Gesicht auftragen. 10-15
Min. einwirken lassen und vorsichtig nur mit lauwarmen Wasser (keine Seife) abwaschen.
Gesicht nur trocken tupfen, damit die Stoffe noch weiter wirken können.
Lippenbalsam mit Lecithin
Dieser Balsam riecht nach Bienenwachs, ist gelblich und pflegt die Lippen, wie kaum ein gekaufter.
20 ml Kokosöl
8 g Bienenwachs
3 Tr. carotinöl
1 Messerspitze Honig
5 Tr. D-Panthenol
5 Tr. Vitamin E (damit es nicht ranzig wird)
10 Tr. Fluidlecithin CM
ggfs. 1-2 Tr. Äth. Öl oder Lebensmittelaroma
Öl erwärmen, Bienenwachs dazugeben und einschmelzen lassen, bis eine klare lösung entstanden ist. Jetzt das Lecithin, Carotinöl, Honig und D-Panthenol dazugeben.
Alles gut vermischen und noch warm in Lippenpflegestifthülsen, eine spezielle Gießform oder in kleine Döschen füllen.
Totes Meer Schlamm Peeling-Maske
Diese kombinierte Peeling-Maske belebt und erfrischt. Sie eignet sich besonders für fettige oder problematische Haut, da sie ganz ohne Öl auskommt. Durch den doppelten Peelingeffekt wird die Haut seidenweich und erhält einen strahlenden Teint
100 ml abgekochtes, wieder erkaltetes Wasser
10 g Schlamm aus dem Toten Meer (Alternativen siehe unten)
1-2 Messl. Xanthan (Gelbildner geht wegen dem Salz nicht)
1 Messl. kosmetisches Basiswasser
1 Messl. Betain
1-2 Messl. Olivenstein Granulat (besser erst mal mit weniger ausprobieren)
Schlamm und Betain im Wasser auflösen.
Xantan in Alkohol in einem Schraubglas lösen und Wassergemisch hinzugeben, ganz schnell Deckel drauf machen und kräftig schütteln. Für Gele ist das nach wie vor die beste Methode, damit sie einigermaßen glatt werden.
Dann restliche Zutaten einrühren.
Anwendung:
Eine kirschgroße Menge Peeling (darf auch mehr sein) gut ins Gesicht und aufs Dekollete einreiben und ruhig etwas rubbeln. Dann als Maske ca. 10 Minuten einwirken lassen. Solange, bis sie eingetrocknet ist. Mit lauwarmen Wasser unter leichten massierenden Bewegung für den 2. Peelingeffekt abwaschen.
Danach fühlt sich die Haut an, wie ein "Babypopo", ist wunderbar weich und gepflegt.
Vorsicht!
Das Einreiben des Peelings sollte ganz sanft erfolgen. Schließlich sollen die Hautschüppchen nur behutsam entfernt und die Haut nicht gereizt werden. Dies ist bei dieser Maske umso wichtiger, da sie ja noch eine Weile auf dem Gesicht verbleibt.
½ Messl. Salz (am besten aus dem Toten Meer)
2 Messl. Heilerde
im Wasser auflösen
oder
½ Messl. Salz (am besten aus dem Toten Meer)
2 Messl. Lehm aus dem Garten oder einem anderen Platz, sofern nicht mit Düngemitteln etc. belastet
im Wasser auflösen und kochen!!! lassen, damit Keime aus dem Lehm abgetötet werden.
Festigende Honigspülung nach Stephanie Faber
Diese Spülung mit verblüffender Wirkung kann mit Zutaten hergestellt werden, die in jedem Haushalt zu finden sind.
1 Kaffeelöffel reiner Bienenhonig
1/4 l warmes Wasser
1 Spritzer Obstessig
Der Honig wird im warmen Wasser aufgelöst, und sobald er vollkommen gelöst ist, gibt man den Spritzer Essig dazu.
Die Zutaten sind für halblanges Haar berechnet, bei kurzem Haar nimmt man entsprechend weniger warmes Wasser und Honig.
Das festigende Honigbad wird sanft in die Kopfhaut und ins Haar einmassiert. Es verleiht dem Haar herrlichen Glanz, gute Griffigkeit und Fülle. Durch den Essig ist es gut kämmbar. Nach der Honigbehandlung lässt sich das Haar leicht einlegen, gut fönen und locker frisieren.
Badevergnügen mit Kräutertee
Hier noch ein Tipp für alle, die Kosmetik für den kleinen Geldbeutel mit Zutaten aus der Küche herstellen möchten.
2-3 (oder mehr, je nach Geschmack) Teebeutel Kräutertee entweder
direkt ins Badewasser oder
mit heißem Wasser übergießen und dann alles (Beutel und Tee)
direkt in die Badewanne geben und einfach drin lassen, bis das Wasser eingelaufen ist.
Vorsicht: Die nassen Beutel gehen leicht kaputt, also behutsam anfassen!
Tipp: Sehr gut dafür eignen sich "Gesundheitstees", wie Erkältungstee, Schlaftee (Baldrian kann auch im Badewasser sehr beruhigend wirken), Hustentee, oder einfach nur Hagebutten-/Malventee, der das Wasser schön rot färbt.
Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Aber auch hier gilt, langsam ausprobieren, weil insbesondere der in einigen Tees enthaltende Thymian reizend wirken kann. Für Kinder sollten auch Badetees nur sehr vorsichtig verwendet werden.
Natürlich haben solche Teebäder längst nicht die Wirkung, wie äht. Öle in Badezusätzen sie haben. Dafür sind sie aber in fast jedem Haushalt vorhanden und es tut einfach nur gut, sein Badewasser ein wenig mit gesundheitsfördernden Zutaten aufzupeppen.
An dieser Stelle noch ein Hinweis auf das Sahnebad, das wunderbar mit dem Teebad kombiniert werden kann. Hier aber zuerst den Tee in das Badewasser geben und die Sahne erst ganz am Schluss.
Kühle Masken mit Agar Agar für heiße Tage
Diese Masken lassen sich schnell und unkompliziert taufrisch für jede Anwendung herstellen. Beim Auftragen sind sie noch warm und geschmeidig. Sobald sie trocknen bildet sich durch das Agar-Agar ein durchgehender, kühlender Film auf der Haut, der nach dem Abwaschen ein herrliches Gefühl hinterlässt.
Alle Zutaten vermischen und auf der Herdplatte oder im Wasserbad leicht erwärmen, bis sich das Agar-Agar vollständig aufgelöst hat. Vom Feuer nehmen rühren, bis die Mischung beginnt einzudicken.
Sobald die Mischung so dick ist, dass sie nicht mehr tropft, mit einem Pinsel oder den Fingern noch warm auf das gut gereinigte Gesicht und den Hals auftragen. Sobald die Maske völlig erstarrt ist, wird sie mit warmem Wasser entfernt.
Tipp:
Statt des Rosenwassers kann auch aus Wasser und Rosenblütenblättern ein Mazerat hergestellt werden. Dazu
1 gehäuften Essl. Rosenblütenblätter mit
kochendem Wasser
übergießen bis die Blätter bedeckt sind. 1 Stunde ziehen lassen, abseihen und mit 1/2 Messl. Agar-Agar vermischen.
Calendula Maske
Diese transparente Maske wirkt stimulierend und porenverengend.
5 ml Calendula-Tinktur
20 ml Rosenwasser
1/2 Messl. Agar-AgarPulver
Herstellung, wie oben beschrieben.
Straffende Honigmaske
Diese Maske ist besonders straffend, wobei die starke Wirkung durch den Honig etwas abgemildert wird.
Beide Zutaten in die Spraydose geben und gut schütteln. Fertig ist das Haarspray!
Das ist wohl eins der einfachsten Rezepte - mit großer Wirkung.
Die Festigerlösung ist schwer wasserlöslich, was insbesondere bei feuchtem Wetter von großem Vorteil ist.
Tipp: Wer mag kann noch 1/2 Messl. D-Panthenol zur Pflege dazu geben. Allerdings ist im kosmetischen Basiswasser bereits welches enthalten, sodass dies nicht unbedingt erforderlich ist.
Tipp: Mit ein paar Tropfen äth. Öl oder Parfumöl kann das Haarspray nach Belieben beduftet werden. Im kosmetischen Basiswasser ist jedoch ebenfalls bereits etwas Parfum enthalten, sodass auch dies nicht unbedingt erforderlich ist.
Tipp: Falls das Spray nicht genug festigt, kann man beliebig oft etwas Festigerlösung nachgeben; ebenso das Basiswasser, wenn das Spray zu sehr pappt.
Repair-Kur für mehr Volumen und Spannkraft
Diese Kur macht müde Haare wieder munter.
1 g (2 kleine Messl.) Haarguar HT
2 g (1 knapper Meßl.) Nutrilan, Keratin oder Haarsoft
95 ml frisch abgekochtes, noch warmes Wasser
evtl. 5 - 10 Tropfen ätherisches Öl zur Parfümierung z.B. Lavendel
evtl. 10 - 20 Tropfen Paraben K
Haarguar und Nutrilan, Keratin oder Haarsoft mit dem Glasstab gründlich ins warme Wasser einrühren oder direkt in die mit dem Wasser gefüllte Flasche geben und schütteln.
Ätherisches Öl und Konservierungsstoff zugeben.
Tipp: Das Haarguar ist (auch) ein Gelbildner, wodurch die Kur je nach dessen Menge dicker oder dünner ist. Die Kur kann also recht flüssig sein und wird am besten in einem Pumpspender oder einer kleinen Flasche mit Sprühdüse aufbewahrt. Allerdings lässt sie sich nicht wie Wasser sprühen, sodass meist nur ein einziger Strahl aus der Düse kommt.
Tipp: Vorsicht!
Das Haarguar dickt erst nach 1-2 Minuten an.
Anwendung:
Kur in den Händen verreiben und in die noch feuchten Haare einmassieren.
Nicht ausspülen und wie gewohnt frisieren.
Rückfettendes Schaumbad
25 g Betain
25 g Zetesol
7 g Fluidlecithin BE
2 ml Nuratin P (kann man auch weglassen, da nur "pflegend")
30 g Sonnenblumen-, Mandel-, Distel- oder ein sonstiges Öl
410 g warmes, abgekochtes Wasser
ggfs. 1 Spritzer Zitronensaftkonzentrat oder Kalweg
25 g Rewoderm
bis zu 3 g Äth. Öl oder Parfümöl
Betain, Zetesol, Fluidlecithin BE, Nuratin P (kann man auch weglassen)
und Öl gut mischen und mit Wasser aufgießen.
Das Zitronensaftkonzentrat oder Kalweg, falls der Ph-Wert über 5 ist, weil ansonsten das Rewoderm Rewoderm
Die Äth. Öle erst ganz am Ende kurz vor dem Abfüllen hinzugeben, damit sie sich nicht verflüchtigen. Je nach Öl erhält man ein Entspannungsbad (z.B. Lavendel, Bergamotte), Erkältungsbad (z.B. Eukalyptus, Rosmarin, Salbei, Kiefernadel usw.), ein belebendes Bad (Rosmarin, Thymian - sehr sparsam!!), oder eins, das einfach nur gut riecht (Geranie bringt den Frühling ins Bad).
Tipp: Man kann Wasser und RewodermRewodermBetain (also insgesamt 50 ml) zugeben und das Schaumbad entsprechend sparsam
dosieren. Allerdings ist die Gefahr, dass man es zu hoch dosiert, doch relativ hoch, weshalb das nur gemacht werden sollte, wenn kein Rewoderm
Tipp: Wenn man die Grundmischung hergestellt hat, kann man diese sehr gut in mehrere kleine Fläschchen umfüllen und mit Ölmischungen experimentieren. Mehr als 10-20 Tropfen je 100 ml sollten es aber nicht sein. So kann man seine Lieblingsmischung finden. Nicht vergessen, die Zutaten aufzuschreiben!
Tipp: Für Kinder unter sechs Jahren sind folgende ätherischen Öle nicht geeignet: Kampher, Pfefferminze (zum Baden wegen des starken Kühleffekts auch für Erwachsene nicht geeignet), Ackerminze (japanisches Heilpflanzenöl), Eukalyptus und Thymianöl. Gut geeignet sind dagegen Lavendel und Geranie.
Grundrezept Shampoo
Das folgende Grundrezept dient als Basis für die meisten Shampoos nach der Hobbythek. Die Wirkweisen der fertigen Produkte hängen also in erster Linie von den zugegebenen Pflegestoffen ab, die je nach Haartyp variieren.
0,5 g (1 kl. Messl.) Haarguar HT
105 ml frisch abgekochtes oder destilliertes Wasser
84 g Tensidmischung
ca. 10 ml Pflegestoffe je nach Rezept
1 ml Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat
12 g ( ca. 5 Messl.) Rewoderm
evtl. 2 ml (60 Tr.) BioKons HT oder 40 Tr. Paraben K zur Konservierung
Haarguar in ein Becherglas geben, Wasser flink hinzufügen und das Pulver unter Rühren auflösen.
Diese Wasserphase dann in die Tensidmischung einrühren.
Pflegestoffe hineinrühren und zum Einstellen des ph-Wertes Kalweg oder Zitronensaftkonzentrat zugeben. Zuletzt Rewoderm
Shampoo bei Bedarf konservieren, wenn eine Haltbarkeit über 4-6 Wochen erwünscht ist.
Pflegestoffe normales Haar:
2 g (1 knapper Messl.) D-Panthenol
6 ml (3 knappe Messl.) Plantessenz HT oder Kamille Extrakt extrakt oder ein anderer Pflanzenextrakt
4 g (1,5 Messl.) Vithaar HAT, oder auch anderer Vitamine (Einsatzkonzentration beachten!)
Pflegestoffe für Anti-Schuppen Shampoo
2 Messl. Pirocton Olamin (mit dem Haarguar, oder getrennt in die Wasserphase einarbeiten) oder
2,5 Messl. Bioschwefel bei leichteren Schuppen (mit den Pflegestoffen in die Tensid/Wasser Mischung einarbeiten)
10 Tropfen Teebaum- oder Manukaöl, kann teilweise durch Lorbeer- oder Rosmarinöl ersetzt werden.
5 ml (2 Messl.) Birken- oder Brennesselextrakt
Gegen Kopfhautekzeme kann noch 1 Messl. Niemöl hinzugefügt werden.
Pflegestoffe für Kindershampoo
1 Messl. Fluidlecithin Cm oder super zur Rückfettung
1 Messl. Kamille Extrakt nextrakt
Das Kindershampoo sollte nach Möglichkeit nicht konserviert werden.
Vanilleöl aus Vanilleschoten
Dies ist ein ideales Rezept für alle, die daran denken, auch die Zutaten für die selbst gemachte Kosmetik selber herzustellen.
5 g Vanilleschote
100 ml Öl
ggfs. 2 ml Vitamin E (natürlich) als Anti-Oxidationsmittel zur Konservierung
Vanilleschote einritzen und in das Öl geben. 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen und fertig ist ein wohlig duftendes Vanilleöl.
Als Öle eignen sich besonders Sesamöl, Jojoba, oder auch andere Öle, wie z.B. Olivenöl.
Sinnvoll ist es, einfach das Öl zu nehmen, das man für ein bestimmtes Rezept braucht, in dem das Vanilleöl verwendet werden soll.
Das Vanilleöl eignet sich besonders für Lippenpflegestifte, die dann lecker nach Vanille schmecken. Auch für eine Vanille-Bodylotion ist das Öl hervorragend geeignet
Reinigungsgel
Dieses Gel reinigt nicht nur fettige und unreine Haut besonders sanft und gründlich. Zudem erfrischt und belebt es die Haut. Ideal ist es auch als (Augen-) MakeUp-Entferner geeignet, sofern keine wasserfeste Schminke verwendet wird.
Phase 1:
10 ml kosmetischer Alkohol
1-2 Messl. Xanthan, je nach gewünschter Dicke.
Allantoin in Wasser auflösen und langsam unter Rühren in Phase 1 geben und glattrühren.
Tipp: Statt Allantoin kann auch Harnstoff verwendet werden.
Tipp: Gerade bei der Gelherstellung empfiehlt sich die Schütteltechnik. Dazu Phase 1 in ein verschließbares Gefäß geben, Phase 2 hinzufügen, Deckel schließen und sofort kräftig schütteln, bis ein homogenes Gel entstanden ist.
Dann werden folgende Zusatz- und Wirkstoffe eingearbeitet:
30 Tropfen Aloe Vera 10-fach
1 Messl. D-Panthenol (optional)
5 Tr. ätherisches Öl Teebaum oder Manuka
5 Tr. Kamille Extrakt extrakt
5 Tr. Ringelblumenextrakt oder 10 Tr. Calendula Tinktur
1 Messl. Sanfteen Konservierung: 20 Tropfen Paraben K
Tipp: Statt Sanfteen können auch 2 Messl. von einem anderem milden Tensid (Betain, Facetensid) verwendet werden.
Das Reinigungsgel wird mit den Händen leicht einmassiert und mit lauwarmem Wasser abgespült.